Geschichtliches
Das Wirtshaus "Zur Krone" lieghaft zu Bad Nauheim
Ein Schmuckstück der Stadtgeschichte Bad Nauheims ist das Gasthaus "Zur
Krone".
Nicht als Gasthaus gedacht, wurde es im Jahre 1661 im fränkischen
Fachwerkbaustil errichtet.
Johannis Kraft, Kirchenältester und Ortsschöffe, war im Jahre 1690 der
erste Wirt des Gasthauses. Er galt als wohlhabend und als Mann der
Gesinnung, der für seine Heimat etwas übrig hatte. Wenn man zu dieser
Zeit aus den Fenstern der "Krone" blickte, schaute man noch auf
fruchtbare Felder und saftige Wiesen.
Kurzzeitig war die "Krone" Versteigerungslokal der Salinenverwaltung,
und wird urkundlich im Jahre 1738 und 1746 als Brauhaus erwähnt. Hier
wurde bis 1872 auch Branntwein destilliert und Apfelwein gekeltert. Im
siebenjährigen Krieg diente die "Krone" den französischen Soldaten als
Quartier.
Der wohl berühmteste Kronenwirt war Bernhard Salzmann. Er war im Jahre
1806 Kurhessischer Bürgermeister und später sogar Kurhessischer
Landtagsabgeordneter.
Dr. Friedrich Bode, erster Orts- und Badearzt von Bad Nauheim, später
"Geheimer Medizinalrat", wohnte als junger Arzt von 1837 ab einige Jahre
in der "Krone". Ihm zu Ehren trägt heute noch einer der Gasträume, neben
der "Hessenstube" und der "Götz von Berlichingen-Stube", den Namen "Dr.
Friedrich Bode Zimmer".
Zu Anfang des Badebetriebes in Bad Nauheim gab es viele gesellige
Veranstaltungen in der "Krone", wie Vereinsfeierlichkeiten, Theater und
Kränzchen, bei denen kräftig das Tanzbein geschwungen wurde. Fast alle
Bad Nauheimer Vereine, wie der Jagd-Club ,die Freiwillige Feuerwehr, der
Gesangverein Frohsinn, der Turnverein und viele andere wurden in der
"Krone" gegründet.
Robert Grimm war ab dem Jahre 1932 der neue Kronenwirt. Er war es, der
das Haus von innen und außen hat so restaurieren lassen, wie es seiner
Jahrhunderte alten Geschichte zustand. Innen haben namhafte Handwerker
und Künstler, wie der Maler Heinz Geilfuß ihr ganzes Können eingesetzt
und ihr bestes gegeben. Als Wandgemälde ist das Dorf Nauheim, um das
Jahr 1784 zu sehen. Im Vordergrund flaniert die elegante Welt in ihrer
damaligen Tracht. Den Hintergrund schließt die sanft ansteigende,
bewaldete Höhe des Johannisberges ab.
Gestalten in alter Salinentracht, bei dem historischen Durchbruch des
großen Sprudels im Dezember 1846 sind auf einem weiteren Gemälde zu
sehen.
Wer heute durch die Bad Nauheimer Altstadt geht, bleibt unwillkürlich
vor der "Krone" stehen. Die Freskomalerei in altdeutscher Art, sie
zeigen Gestalten aus dem Volk, die einst dort ein- und ausgingen. Die
kleinen, mit buntbemalten Fensterläden versehenen Biedermeierfenster
wirken gemütlich. Geschnitztes und gekehltes Gebälk durchziehen Giebel-
und Längsseiten des Hauses. Das ganze Gebäude ist ein Kleinod
handwerklicher und künstlericher Arbeit.
Liebe Gäste!
Wir wünschen Ihnen in dem ältesten Gasthaus Bad Nauheims ein paar
fröhliche und angenehme Stunden. Lassen Sie sich die Getränke schmecken,
genießen Sie das Essen, erholen Sie sich und vergessen Sie für einige
Zeit den Stress des Alltages
Ihre Familie Gelsebach und Mitarbeiter